19. August 2008...11:44

Die Sennerinnen auf der Gasseralm

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Gasseralm Hütte, 1.435 m

Gasseralm Hütte, 1.435 m

“Zwei Lebensstützen brechen nie: Gebet und Arbeit heißen sie”, so lautet eines der Hüttenmotti auf der Gasseralm. Ob die zwei charmanten Sennerinnen Christiane Kirchmayer und Sandra Gebhard dem Gebet frönen, ist eine der offenen Fragen des Sommers 2008. Die Arbeit kommt auf jeden Fall nicht zu kurz. Drei Milchkühe und fünf Hühner und unzählige Wanderer wollen versorgt weden.

Sandra, Philipp und Christiane

Sandra, Philipp und Christiane

Christiane Kirchmayer zog es aus Studiengründen auf die Alm. Obwohl die Landwirtschaftsstudentin an der BOKU (Universität für Bodenkultur) in Wien vom Fach ist, fehlte der St. Veiterin der praktische und persönliche Bezug zu den Tieren und der damit verbundenen Arbeit. Diesen, in einfachen Verhältnissen auf der Alm zu finden, kam ihrer Freundin Sandra Gebhard sehr entgegen, die ihren Almsommer der Entschleunigung widmet.

Gasseralm, Stockenboi

Gasseralm, Stockenboi

Elektrizität, Fernseher, Computer und Geschirrspüler tauschten die beiden gegen ein naturverbundenes Leben auf der Gasseralm ein. Doch die Idylle war von kurzer Dauer. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Botschaft ihrer Attraktivität in Stockenboi und Umgebung. Horden von testosterongesteuerten Wanderern machten sich auf den Weg, um den Schönheiten der Natur zu begegnen. Doch die Sennerinnen aus St. Veit haben Philipp zur Verstärkung geholt, der hütet sie wie den heiligen Gral vor unerlaubten Zugriffen auf den lichten Höhen der Gasseralm, weit abseits aller Nintendo DS Spiele.

Trinkwassergekühltes Bier und warme Speisen wie Frigge, Eierspeis’ stehen neben einer guten Jause mit selbstgemachtem Käse auf der stets mündlich rezitierten Speisekarte. Glundner und Kugeltopfen gibt es, falls lagernd, auch zum Mitnehmen. Christiane und Sandra sind noch bis Mitte September auf der Gasseralm und vielleicht wieder ab Juni 2009.

Gustav Schatzmayr, Stockenboi Aktuell

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